Liebe Jassi !

Habe ich dir schon erzählt, wie ich meinem Bruder half, das "Überbleibsel vom Kapitalismus " in eine Falle zu locken ?

Das Überbleibsel ist niemand anderer gewesen, als das "Goldhämmerlein. Er kam uns, als Kinder, nur gelegentlich besuchen, die Jungs und mich, versuchte dann aber sofort, die Macht an sich zu reißen und uns zu kommandieren.
Eigentlich war er deshalb auch nicht allzu beliebt, denn wir hatten schließlich "Demokratie mit Gleichberechtigung". 😇😘🤗
Er war also wie eine Zwiebel und dennoch brachte er mich damals oft zum Lachen.

Eines Tages kam mein Bruder wutschnaubend nach Hause , und erteilte mir den Auftrag, hinauszugehen und den Snob in meine Richtung, also weg von der schützenden Tür, die zu seinem Onkel führte , zu locken.
Der provozierte ihn jedesmal wenn sie sich im Hof begegneten. Natürlich war der immer auf der sicheren Seite und weit genug weg. Mein Bruder ist 100 % kein Schlägertyp , sondern eher der des Wortgefechts.
Ich fand die Vorstellung so grausam und unmoralisch, aber die Liebe zu meinem Bruder gewann die Oberhand.
So ging ich hinaus und siehe das Überbleibsel stand schon vor Onkels Tür , im Begriff, dort zu verschwinden.
Ich weiß nicht mehr genau was ich vorschob, um sein Interesse und sein Zurückkommen zu mir zu bewirken.
Er kam zurück. Auf der Hälfte der Strecke preschte mein Bruderherz an mir vorbei, Überbleibsel gab Fersengeld, aber es nützte ihm nichts. Kurz vor der Schutztür schnappte mein Bruder ihn am Kragen und sagte ihm eindringlich , dass er ihn in Zukunft in Ruhe lassen solle und nie wieder provozieren, sonst passiere ihm etwas Grausames !
Überbleibsel war sehr beeindruckt , zeigte Reue und sagte alles zu.
Schließlich und endlich hielt er sich daran, denn mein Bruder war seinetwegen nie mehr in Rage.

Auch muss ich sagen, dass der Umgang zwischen mir und "Bleibsel" keinen Einfluss darauf hatte. Er stellte mich nie zur Rede und blieb eigentlich der fröhliche Stinker, der er vorher war.

Und der rettete mich nach dem Tod meines Mannes. Er war Anwalt. Ich traf ihn zufällig im Gericht , als ich mir den Erbschein für meinen Sohn besorgen wollte, der meine Exschwiegereltern zur Rückgabe meiner, oder besser unserer Sachen ( Sascha und meine) zwingen sollte.
Der Schein hätte 50,- Mark gekostet und Klaus ( so sein wirklicher Name ) bot sofort seine Hilfe an, als er mich sah und die auch noch kostenlos. Zu meiner großen Freude.

Abends gingen wir Essen und ich habe noch nie soviel gelacht, wie damals mit ihm.
Er war klug und sehr unterhaltsam.
Er brachte mich nach Hause und lud mich zum Ostseeurlaub ein.
Er küsste mich und ich stellte fest, dass es sich wie einen Bruder küssen anfühlte. Zu vertraut, leider. Wie schade, aber nicht zu ändern.

Nach der Wende, in all dem Chaos und der drohenden Arbeitslosigkeit, denn auf Werbung kann man immer als erstes verzichten, traf ich ihn wieder.
Ich hatte einen Schreibmaschinenkurs belegt , war natürlich nicht fit darin, aber er bot mir einen Job als seine Sekretärin beim Stadtrat, Dezernat Ordnungsamt, an. Ich freute mich und sagte zu.

Zusammenfassung :Mein Stalker zog schon kräftig die Fäden. Er ist ja auch, auf Grund seines riesigen Vermögens, sofort Stadtarchitekt geworden , und, oh Zufall , er kam ins Büro von Klaus. Wo die erste visuelle Begegnung stattfand. Ich wusste damals nicht, dass der mich schon lange kannte, und die Häufung der Zufälle, gar kein Zufall war.

Klaus hat mich auch sehr gequält, und verbal sexuell belästigt.
Das tat weh. Obwohl ich sicher bin, keiner hätte besser zu mir gepasst als er. Er brachte mich immer noch zum Lachen und las die selben Bücher.
Schade ! Aber gegen die Chemie kann man nichts machen.

Heute habe ich ihm verziehen und würde ganz gerne mit ihm quatschen und lachen.
Mehr geht sowieso nicht mehr. Das Kapitel Männer ist nun wirklich abgehakt, dank meines Pimmelstalkers. Ich suche sie nicht mehr ...Die große Liebe.
Ich glaube auch nicht mehr an sie.

Manchmal ziehen diese Erinnerungen durch mein Hirn . Ich hoffe ich habe dich nicht gelangweilt. Die Sonne werde ich wohl eh nicht mehr wirklich sehen. Die Quälerei geht weiter, weiter, weiter....
Soo long !
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katzenzunge 3

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