Samstag, 6. Juli 2024

Liebe Jassi !

2 Wochen Horrorladen sind überstanden. Das Arbeitspensum ist erträglich gewesen, wenn auch verblödent! Aber dieser Sadist hat mir wieder das Messer im Rücken gedreht und das sind btutale Schmerzen. Ich habe mir immer gleich 2 Iboprofen eingeworfen, wobei manchmal der Schmerz sofort weg gewesen ist, oder sich noch eine Ewigkeit hinzog, ehe dieser verrückte Sadist nachgelassen hat.

Fazit ist, dass ich nun wirklich glaube, langsam den Verstand zu verlieren.

Eine neue Kollegin ist da gewesen. Eine scheinbar nette Syrerin. Bisher war sie nett, bis auf die Symbolik, die sie halt alle herüberbringen müssen.
Einen guten Job hat sie jedenfalls gemacht.
Was grausam ist, dass eigentlich jeder Kunde mich kennt, das Bein hebt, im übertragenen Sinne, und mich gefühlt anpisst.

Man liebt alles was mir weh tut. Immer wieder die 70, oder 3 ..., oder Holzkohle...
Der englisch sprechende GI , den ich eigentlich schon unter "Schwamm drüber " abgehakt hatte, taucht wieder auf und legt böswillig nach. Er hatte wohl Angst, ich könnte ihn zu lieb haben. Es nervt nur noch.

So viele andere Kunden auch.
Da ist die 72 jährige, etwas wunderlich wirkende Wuppa. Ich kenne sie, seitdem ich in dem Laden arbeiten musste. Sie sieht jünger aus, hat eigentlich blanke, braune Augen, was bei der Farbe keine Kunst ist, und versprüht ihr Gift in gewohnter Form, wie die anderen auch. Sie wollte immer eine gelbe , in Karos unterteilte Winterjacke haben...Jeder der die Schwanzsymbolik kennt, weiß was sie sagen will.
Auch das andere Gequatsche von ihr, stimmt mit dem Rest der Piranhas überein.
Sie will mich umarmen, die Natter und fragt scheinheilig wie es mir geht...

Als wüsste sie es nicht. Ich habe mich ihr und ihrem blöden Gequatsche letztes Mal entzogen und schon tut sie beleidigt. Es gibt keine Schuld deren sie sich bewusst ist. Kein schlechtes Gewissen, das will sie mir einreden.
Sie ist ja immer die Seefahrerin gewesen, die alles mit dem Schiff bereist. Ihr Mann ist sympathisch gewesen. Einmal hat sie ihn mit angeschleppt. Er sah sehr sensibel und klug aus.
Also wünsche ich nur ihr, bei der nächsten Seefahrt einen ordentlichen Kaventsmann. Das ist eine Riesenwelle....😁😱😰 🌊

Ich bin heute irgendwie immer noch weich in der Birne und habe das Gefühl, mich einfach nur noch aufzulösen.
Das Leben ist so nah und doch unerreichbar für mich. Immer macht der mir Schmerzen oder mobbt mich mit seinen Piranhas. Irgendetwas zu genießen ist einfach nicht drin.
Mit jemandem entspannt zu reden geht auch nicht, immer kriecht nach kurzer Zeit ein Penis aus ihren Mäulern!

Zwischendurch immer die Erinnerung.
Da ist, natürlich ein Freund von Piggy, der meinem ehemaligen Chef im FSGW sehr ähnelt. Er ist nicht so breitschultrig und nicht so stattlich wie der damals, aber nett.

Ich weiß noch, dass ich dekoriert habe und sah aus dem Schaufenster und wen sehe ich da...einen Mann, der wie ein großer Marx aussah. So gut ! Ein schöner Mann und ich war fasziniert.😗
Er sah mich nicht. Später dann doch in der Kaufhalle und hat mich so freundlich angesehen. Anerkennend irgendwie und nett. Ich fühlte mich geschmeichelt. Ein Wunsch nach mehr bestand auf beiden Seiten nicht. Es hat mir eben geschmeichelt. Er wirkte auch verheiratet und durchaus nicht auf der Suche.
Was passiert? Ich werde ins Kombinat versetzt und wer sieht sich verdutzt an...? Wir beide ! Böse Absicht meinerseits konnte schnell ausgeräumt werden. Ich hatte einen wirklich netten Chef. Wenig mit ihm beruflich zu tun und merkte zu meinem Erstaunen, dass er gerne mal cholerisch werden konnte, wenn etwas nicht nach seinem Willen lief. Komisch war, dass er nie ernsthaft wütend wirkte. Es kam immer aus dem Kopf , nicht aus dem Bauch, und war schnell vorbei.
Zu mir war er immer nett, und als ich mich im dunklen Flur einmal erschrak, als er mir entgegenkam, fragte er ganz besorgt, ob ich Angst vor ihm hätte. Hatte ich nicht. Aber doch in meinem Leben einer der wenigen Männer mit Beschützerinstinkt. Das gibt es auch! Kaum zu glauben.

Er sollte mich übrigens nach der Wende auch ärgern, tat es aber nicht mit Überzeugung, sondern funkte Menschlichkeit.
Ich hoffe ich langweile dich nicht mit meinen Erzählungen.
Es sind die Erinnerungen an eine bessere Zeit, die mich so überkommt. Es gab auch viel Ärger, aber auch viel Glück und dich.

Heute war ich bei Penny. Flaschenannahme immer Krimi. Heute wollte der Automat nur eine Gerolsteiner Zitronenflasche leer haben. Egal was ich tat, links, rechts, nichts. Alles klar, heute ist Keuschheit gefragt. Nanu?
Ich war so wütend, dass ich den Automaten auf's Übelste beschimpft habe, egal wer es noch hört. Es hat sich in dieser Zeit niemand in den Raum gewagt. Gut so !😐

Nun harre ich der völligen Verblödung, bin mir aber sicher, dass mit der Holzkohle bekomme ich noch hin, ein weiteres Jahr nicht!
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